Der Briefträger soll Donnerstag kommen

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Das war wohl nichts! Schon der lettische Zöllner zeigte sich wenig beeindruckt von Lothars Fahrzeugpapieren. Obwohl er willens war – trotz fehlendem Dokument – uns Richtung Osten ziehen zu lassen, sind wir wieder in Ludza, diesmal um zu warten. Es war die innige Empfehlung des lettischen Offiziellen, der uns zum Rückzug Richtung Westen veranlasste. »Der Russe scherzt nicht mit Dokumenten.« Diese – zugegeben etwas freie – Übersetzung des Wortlautes bringt es auf dem Punkt.

Wir hätten es versuchen können mit der Einreise nach Russland, aber ohne große Aussichten auf Erfolg. Also bringt ein deutsches Logistik-Unternehmen das fehlende Dokument per Express an die Grenze. Auf uns wartet dennoch ein erfüllter Tag. Das Netzteil des Computers muss ersetzt werden. In der lettischen Provinz durchaus eine tagesfüllende Aufgabe. Dennoch blieb Zeit, sich um die Motorräder zu kümmern. Alles was nach 2000 Kilometer so anfällt, wurde erledigt. Kette spannen, Ölstand kontrollieren, Reifendruck prüfen. Auch so ein »Erwartungstag« hat unter diesen Umständen ein hohe Zerfallsrate.

Aber morgen wird es klappen mit der Einreise nach Russland. Woher ich das so genau weiß? Die Sendungsverfolgung per Internet lässt den Hoffenden über nichts mehr im unklaren. Die Expresszustellung ist schon auf dem Weg nach Ludza. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja noch eine Überraschung an der Grenze, es wäre nicht die Erste, die ich bei der Einreise nach Russland erleben würde…

geschrieben von am Donnerstag, den 23. Mai 2013

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