Asien – oder die dekadente Seite der Unendlichkeit

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Wieder ein Schritt. Die Grenze zu Asien liegt hinter uns, das Ural Gebirge ist überquert. Die M 5 zwischen Ufa und Chelyabinsk ist immer eine kleine Herausforderung. Es ist die Lebensader Sibiriens, Bypässe gibt es nicht viele. Über diese Strecke läuft der Warentransport Richtung Osten. 60-Tonner zwängen sich auf einer schmalen Straße durch das Gebirge, das Europa und Asien trennt.

Unterwegs im Ural haben wir den Nikolaus getroffen – nicht den vom Nordpol, dieser junge Mann kommt aus Griechenland. Nick liebt es minimalistisch. Eine Tasche, ein Ersatzreifen, ein Tankrucksack – fertig. So etwas mache vieles einfacher, so seine Philosophie. Mit seiner Suzuki Freewind – an der auch nichts Überflüssiges mehr ist – hat er sich auf den Weg nach Magadan gemacht.

Auf diesem Teilstück der M5 ist der Asphalt verwüstet von den Schlägen, die ungezählte Reifen jeden Tag austeilen. Die Luft riecht nach verglühenden Bremsen und zerriebenen Kupplungen. Es wird gedrängelt und waghalsig überholt, auch zu waghalsig. Dass es viel zu oft nicht passt, das zeigen die Blumen, Kreuze und Gedenktafeln am Straßenrand. Unbeachtete Mahnungen. Wann immer der Hauch einer Chance besteht, am Vordermann vorbeizuziehen, wird sie ergriffen.

Dieser Teil liegt nun hinter uns. Wir sind in Sibirien. In den kommenden Tagen geht es um das Vernichten von Kilometern. Omsk, Novosibirsk, Krasnojarsk, Irkutsk sind die Meilensteine der kommenden Tage. Mit dem Baikalsee als abschließendem Höhepunkt bevor es in die Mongolei geht – die ist aber noch 5000 Kilometer entfernt.

geschrieben von am Mittwoch, den 29. Mai 2013

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