Das Projekt
Projekt Eurasien
Einmal quer durch die eurasische Landmasse – vom südwestlichsten Punkt auf der Iberischen Halbinsel bis zum nordöstlichsten in Sibirien. So lautet der Plan für das aktuelle Reiseprojekt von Claudia und Andreas Hülsmann.
Fünf Monate haben sich die beiden Abenteurer Zeit genommen für ihre große Reise, auf der 35.000 Kilometer zu bewältigen sein werden.
Die Strecken im westlichen und mittleren Europa werden da nur ein kurzer Warm Up sein. Die Planung sieht Routen vor, deren Namen allein einen Schauder des Fernwehs über den Rücken laufen lassen. Der schier endlose Sibirische Highway muss bewältigt werden, ebenso wie die Baikal Amur Magistrale (BAM) oder der Kolyma-Highway, die berüchtigte „Road of Bones“ zwischen dem sibirischen Yakutsk und Magadan am Pazifik.
Zwei alternative Streckenführungen entlang des Kolyma Highway hat Andreas Hülsmann in seinen Planungen in Betracht gezogen: die klassische Route, die bis auf einige Wasserdurchfahrten recht gut befahrbar sein soll und die „Old Summer Road“, die langsam verfällt und nicht mehr Instand gehalten wird.
Vielleicht wird es Claudia sogar gelingen, den Polarkreis zu erreichen, was in Asien nur an einer einzigen Stelle möglich ist – über eine üble Piste quer durch die sibirische Wildnis.
Die Motorräder
Als Fahrzeuge für die Reise haben sich Claudia und Andreas für zwei Maschinen von BMW entschieden. Andreas fährt eine F 800 GS, Claudia wird das Abenteuer auf der G 650 GS angehen. Um die beiden Bikes fit für diese anspruchsvolle Unternehmung zu machen, waren noch einige Umbauten nötig.
Das »Travel Event«
Ein besonderes Highlight im Rahmen des Projekts wird das Travel-Event in der mongolischen Hauptstadt Ulaan Baatar werden. Für Claudia und Andreas eine gute Gelegenheit zum Informationsaustausch mit Gleichgesinnten und zur mentalen Vorbereitung in heiterer Atmosphäre auf die Herausforderungen des sibirischen Ostens. Ende Juni soll das Event steigen.
Live dabei mit Satelliten-Tracking
Claudia und Andreas haben einen SPOT Satellite Messenger dabei. Das Gerät ermittelt mit einem GPS-Chip regelmäßig seinen Standort. Über einen Satelliten wird das Signal an einen Server übertragen, der Position und zurückgelegte Strecke auf einer Google-Karte darstellt. So kann die Reiseroute nahezu in Echtzeit mitverfolgt werden.
Zur Person: Andreas Hülsmann
Der studierte Maschinenbauer Andreas Hülsmann, Jahrgang 1961, ist nach einer Ausbildung zum Redakteur und Stationen bei Verbandsorganen seit 1995 als freiberuflicher Journalist mit dem Schwerpunkt Motorradreisen tätig. Neben zahlreichen Büchern, von denen einige zu den Standardwerken der Motorradreiseliteratur zählen, hat der umtriebige Reisende rund 120 Reportagen veröffentlicht, den Großteil in renommierten Fachzeitschriften wie TOURENFAHRER und MotorradABENTEUER. Dem letztgenannten Medium stand Hülsmann zweieinhalb Jahre als Chefredakteur vor.
Mehrere anspruchsvolle Reiseprojekte hat Andreas Hülsmann bereits in Begleitung seiner Frau Claudia bewältigt, unter anderem Touren in Sibirien und in der Mongolei.



